Ab Freitag rollt der Testverkehr auf dem Markt und der unteren Alleestraße. 40 Kurzzeitparkplätze wurden dort eingezeichnet, um motorisierten Remscheidern im nächsten halben Jahr in der Fußgängerzone den „schnellen Einkauf zwischendurch“ zu ermöglichen.
Vor Ort erläuterten gestern Mittag Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, Projektleiter Joachim Karp (Zentraldienst Stadtentwicklung und Wirtschaft), Andreas Meike (Stadtmarketing) und Jürgen Beckmann (Ordnungsamt) noch einmal anhand von Plänen, wie der Pkw-Verkehr in dieser Zeit durch die Fußgängerzone fließen soll:
Von der Wandsbeckstraße vorbei am Ebertplatz, vor dem RGA links ab den Platz umrundend, über die Konrad-Adenauer-Straße vorbei an der Commerzbank, in Richtung Markt, dort rechts ab in die Alleestraße und dann weiter oberhalb über die Wilhelm-Schuy-Straße wieder Richtung Ebertplatz.
(Auszug aus Waterbölles.de )
Alleestraße als Handelszentrum stärken
Stadtimage schärfen
Seit Jahren erfährt die Alleestraße und insbesondere der untere Teil der Alleestraße eine alamierende Entwicklung in den Bereichen Leerstände, Publikumsverkehr und Attraktivität. Jahrelange Tatenlosigkeit und fehlender Mut haben die Entwicklung ungebremst ziehen lassen. Angesichts drohender neuer Leerstände und auch angesichts der noch andauernden Wirtschaftskrise ist es umso wichtiger, dass Politik und Verwaltung Zeichen setzen und Weichen legen. Die Stadt Remscheid ist aufgefordert erste, neue Akzente einer Politikumkehr zu setzen.
Eine probeweise Öffnung der unteren Alleestraße könnte eine Belebung für den Geschäftsverkehr auf der unteren Alleestraße bedeuten. Um herauszufinden, ob dies tatsächlich der Fall ist und welche weiteren Effekte eine Öffnung mit sich bringen würde, ist eine solche Testphase unbedingt notwendig. Die JuLis wollen eine Diskussion unter Tatsachen führen.
Die Alleestraße als Ganzes muss sich stärker präsentieren. Dies wäre durch ein abgestimmtes Gestaltungskonzept auf der Grundlage und Erkenntnisse des Stadtentwicklungskonzeptes machbar. Auf dieser Basis können sich dann Veranstaltungen wie die essKULTour stärker mit ihrem Erfolg integrieren. Es wäre ein Gewinn für alle Beteiligten.
Remscheid hat durch das Allee-Center und durch das gerade eröffnete Brückencenter und Hauptbahnhofsgebäude zwei feste Pole einer Großstadt. Die Alleestraße und der Markt bilden daher einen wichtigen Verbidnungsfaktor, der aber, angesichts der relativ weiten Entfernung zu den beiden Polen, stärker in Mitleidenschaft gezogen wird. Gerade dies gilt es unter innovativen und profilierten Ideen und Maßnahmen umzukehren.
Die Alleestraße ist seit jeher eine Straße des starlen Einzelhandels und der gastronomischen Vielfaltgewesen.
Dies gilt es nunmehr zu reaktivieren und durch entsprechende Anreize ein wettbewerbsbeständiges Angebot zu schaffen. Eine testweise Freigabe für den KFZ-Verkehr und eine anspruchsvolle Gestaltungspolitik sind daher unabdingbar für eine Entwicklung, die auch in Zukunft Bestand hat.